
Februar 2009: Mister Wong hat sich entschieden uns ins Spotlight zu nehmen, wo wir fast neben Indiana Jones stehen. Yeah! Ausserdem durften wir noch in ihrem BLOG Rede und Antwort stehen:
Ihr bezeichnet Euch explizit als eine “lebensbejahende” Band. Ist das heutzutage etwas Besonderes im Indie-Bereich? ;)
DR. VALENTINE (Gitarrist u. Songschreiber): “Lebensbejahung ist für mich persönlich einfach eine grundlegend Lebenseinstellung, unabhängig von den Höhen oder Tiefen, die man gerade durchlebt. Es geht um eine Art Genusshaltung: Man sollte den Moment genießen, aber sich nie von ihm abhängig machen. Es ist wohl ein Dekadenz-Phänomen, so ein heiteres Tanzen am Abgrund. Wie es da andere Bands halten, weiß ich im Einzelnen nicht. In jedem Fall ist der Pessimist bereits vor dem Eintreffen der Katastrophe mit schlechter Laune gestraft.
ART HUSTLE (Sänger):”Vielleicht ist die Sache auch weniger vertrackt: Unser Gemüt ist einfach zu heiterer Musik gestimmt!”
Welche Rolle spielt das Internet für Eure Karriere? Was hat sich für Musiker geändert im Vergleich zu früher?
ART HUSTLE:”Ich habe das Gefühl, Marketing im Musikbusiness läuft heute zum Großteil digital ab. Als Band kommt man an Web-2.0-Diensten und Social-Media-Plattformen wie z.B. Mister Wong, myspace, facebook oder youtube gar nicht mehr vorbei. Bands wie die Arctic Monkeys oder andere sind ja erst über ihre digitalen Demo-Tapes richtig bekannt geworden. Der Do-It-Yourself-Geist hat auf jeden Fall durch das Internet stark zugenommen. Die Leute mögen es, durch das Internet ein Teil des Ganzen zu sein, indem sie daran mitwirken können… Außerdem wird man schneller und meistens kostenlos informiert. Auch das Booking für Bands läuft fast ausschließlich per Internet bzw. Email. Es ist jedenfalls unkomplizierter geworden, an einen Auftritt in Paris oder London heranzukommen – und da sind wir dann erst beim eigentlichen Ort des Rock: der Bühne!”
DR. VALENTINE:”Ich sehe das alles kritischer, bin aber auch der altmodischste von allen. Das Internet hat wie jedes Medium seinen Segen und seinen Fluch. Es steigert zwar die Verbreitungsmöglichkeiten einer Information oder Idee, senkt aber deren Qualität. Was nicht heißt, dass es nicht noch Inseln des guten Geschmacks gibt, meist mit viel Aufwand und von Liebhabern betrieben.”
ART HUSTLE:”Genau, man hat es halt selbst in der Hand. Als Band muss man sich heute, fast wie ein Unternehmen, eine “corporate identity” oder ein “corporate design” zulegen und das konsequent durchziehen, auch im Internet. Nur so kann man auffallen und Interesse wecken. Natürlich muss diese “Band-Identität” auch mit den Werten und Vorstellungen der Band-Mitglieder übereinstimmen, keine Frage. Genau wie bei uns, denn wir sind ja alle lebensbejahende Indierocker!! ;)”
Ihr wurdet von der VW Soundfoundation gefördert – wie sieht so eine Förderung aus und wie kann man sich bewerben?
DR. VALENTINE:”Die Bewerbung ist eigentlich ganz einfach: Man braucht keine dicke Bewerbungsmappe und auch keinen Telefonterror: Einfach auf die Homepage der Volkswagen Sound-Foundation gehen, Name, Adresse und Email eingeben, abschicken. Fertig!”
ART HUSTLE:”Die Förderung von VW sieht so aus: Als „Talents“ bekommen wir Unterstützung in Form eines Tourbusses, der uns für einen längeren Zeitraum zur Verfügung gestellt wird. Außerdem dürfen wir zusammen mit unseren Paten Polarkreis 18 an einem professionellen Workshop der Pop-Akademie Baden-Württemberg teilnehmen und bekommen Support bei unserer Pressearbeit. Darüber freuen wir uns natürlich sehr und schauen gespannt in die Zukunft!”
Alle Lieblingswebseiten der Band gibt es hier.
WONG THE WEB!