Modern Times
Eine moderne Band geht mit der Zeit, die Zeit geht mit den DOTS. Ohne Licht keine Musik, ohne Leuchten keine Bühne. Im neuesten Clip von Jung Lighting untermalen wir die Vision von dem vollautomatisierten Haus via Iphone mit der passenden Musik. Vorgestellt auf der Light and Building 2010
Kleine Preview des neues Albums
Nach langen Nächten und zahllosen Nikotin- und Koffein-Exzessen ist es soweit: wir freuen uns, Euch die ersten vier Songs des neuen Albums präsentieren zu können!
“Das neueste Werk ist immer das Beste” ist ein oft strapazierter Künstler-Gemeinplatz. Dennoch, das finden wir auch! Und es wird auch der erste Longplayer seit unserer schon drei Jahre alten LP “Fashion For The Dressed And Naked” sein.
Verändert hat sich seitdem viel: Ein neuer Sänger (Art Hustle), ein neuer Organist (M. Schrenk) und ein eigenes Studio. Eine weitere brandheiße Neuerung betrifft die Instrumentierung: wir sind sehr erfreut über die Zusammenarbeit mit Johannes und Andrej, die uns auf dem neuen Album und bei ausgewählten Livekonzerten mit Trompete und Posaune unterstützen.
Das in diesem Jahr erscheinende Album wird voraussichtlich mit elf Songs aufwarten, darunter frische Klassiker wie “Pretty Right” und “Been A Time”, aber auch Perlen wie den Gassenhauer-Anwärter “Good Lies” und die Trompetenhymne “Never Gonna Break My Heart”.
Für die Preview im Player hier klicken oder Myspace benutzen.
THE DOTS gratulieren der PHASE IV zum 4. Geburtstag
Es gibt Geheimtipps, die sind auch schon Straßenfeger. So wie das jährliche Jubiläumsfest des Bildträgerband-Verleihs PHASE IV in der “Scheune”, Dersden. Habt Ihr Plakatstaffetten an Dresdner Stromkästen gesehen – A4-Anzeigen im DRESDNER oder der SAX? Natürlich nicht. Macht jedoch nichts; es wird voll werden und wer zu spät kommt, den bestraft die Kälte vorm Eingang. Wir raten also zu zeitigem Erscheinen.
Geboten wird die “derzeit rockigste Mainstage-Formation Dresdens The Dots und die sagenhafte Maria König-Kapelle“, wie dieneustadt zu berichten weiß.
06.02.2010 Live: Scheune, Dresden, Doors: 20:30, Tickets: 5 EUR (AK: 6 EUR)
Zu Gast: The Dots, Maria König Kapelle, DJs Tim Hespen und Donis (Ilses Erika, Leipzig)
Bye Bye 2009 – Review Groove Station
Halb 12 kletterten wir die schmale Hühnerleiter herunter, die vom Backstage-Raum zur Bühne führt. Die charmante Band Telesushi hatte bereits den Rhythmus-Muskel des Publikums gelockert. So beschlossen wir das Jahr, wo wir es begonnen hatten: in der prächtig gefüllten Dresdner Groove Station. Der größte Teil des Sets bestand aus den noch unveröffentlichten Songs des bald erscheinenden Albums. Diejenigen Gäste, die die Geschicke der Band schon etwas länger verfolgen, mussten dafür auf ein paar liebgewonnene ältere Stücke verzichten. Schließlich wusste das Publikum uns am Ende doch noch bei einer spontanen Zugabe einen alten Klassiker abzuringen, den wir schon oft zu Grabe getragen hatten. Get The Monkeys Out Of Town.
Das Kuriositäten-Kabinett der Band konnte eine neue Anekdote in die Archive aufnehmen: unserem Drummer Nils riss das Fell der Snare während des Auftritts – nach Eigenaussage ein äussert seltener und noch nie eingetretener Vorfall. Durch die Geistesgegenwart des Schlagzeugers von Telesushi wurde unsere defekte Snare durch deren funktionstüchtige während des Songs It Doesnt Matter in wenigen Takten ersetzt und es konnte weitergehen. Wir möchten des weiteren noch eine Vermisstenanzeige aufgeben an eine junge Dame mit brünetten Haaren, die unmittelbar nach unserem Konzert Art Hustles Schellenring vom Bühnenrand abstaubte, zum Ausgang tanzte und dann entschwand – den Schellenring dabei provozierend im Takt schlagend. Wir sind zur Weihnachtszeit versöhnlich gestimmt und bieten der frechen Elster einen Ablasshandel: sie bringe doch bitte das kleine Schlaginstrument zurück und wir entbieten dafür eine CD “Fake Modern Love Songs”.
THE DOTS on Tour again
Liveband oder Studioband? Stones oder Beatles? Natürlich will der Schaffende in seiner eitlen Überhebung beides sein. Die härtesten Studio-Mühen liegen inzwischen hinter uns, das neue Album nimmt Formen an und wir brennen darauf, das neue Material auch live vorstellen zu können. Schließlich muss das Werk auf die Bühne, um letztgültig seine Tauglichkeit zu beweisen.
Wir freuen uns demnach, folgende Konzerte im Dezember ankündigen zu dürfen. Zum Jahresabschluss kehren wir dann wieder in die Dresdner Institution Groove Station ein.
Köln – Blue Shell – 01.12
Hamburg – Silber Club – 02.12.
Göttingen – Nörgelbuff – 03.12.
Frankfurt – Dreikönigskeller – 04.12.
Lennestadt – Grevenbrück – 05.12.
Dresden – Groovestation – 12.12.
THE DOTS im Studio
Gemäß der einfachen Spielregel “publish or perish” arbeiten wir an unserer nächsten Veröffentlichung. Die Ansprüche sind wie immer exorbitant, die Zeit dagegen knapp, aber wie sagte einst Picasso so gar nicht volkstümlich: Kunst muss entmutigt werden, dann geht es schneller – fieberhaft sind wir daher bereits seit einigen Wochen im hauseigenen haltetdenbeat-Studio am Proben, Texten und Aufnehmen und entschlossen, die Aufnahmen bis Ende des Jahres abzuschließen, um Anfang des nächsten unseren neuen Silberling präsentieren zu können. Vorgeschmäcker gibt es selbstverständlich im aktuellen live-Programm und in Kürze auf unserer Myspace Seite http://www.myspace.com/herearethedots
WATCH OUT!
Polarkreis 18 und THE DOTS in der gläsernen Manufaktur Dresden
The Transparency Dots
Der Künstler ist ein störrisches Wesen. Den Turm, den er einmal erklommen und in dem er es sich behaglich gemacht hat, den verlässt er so schnell nicht wieder. Aber die Dots lernen nicht aus, sagten wir uns und trafen uns mit unseren Volkswagen Sound Foundation Paten Polarkreis 18, sinnigerweise in der Gläsernen Manufaktur Dresden, zu einem Erfahrungsaustausch, wobei wir auf Input steckten. In gediegener Lounge-Atmosphäre versuchten wir, Geheimnisse der Hit-Alchemie zu lüften oder fachsimpelten über das Wachhalten der Do-It-Yourself-Philosophie bei zunehmender Professionalisierung. Schließlich ließen wir vor prominenter Audienz noch drei unserer Songs in das weite Foyer der Gläsernen Manufaktur hallen, diesmal in einem Akustik-Set. Sänger Art Hustle dazu trocken: “transparenter Sound in transparenter Atmossphäre”. Dieser trug sich dann bis zu den Förderbändern – und auch da: alles handgefertigt.
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Wir möchten explizit noch einmal Polarkreis 18 und der Sound Foundation danken, dass sie dieses Treffen möglich gemacht haben.
Bilder: Sabine Brauer Photos für Volkswagen
THE DOTS empfehlen: Das Umsonst & Draußen Festival Dresden
Und es ward Sommer. Die Clubs der Stadt stehen leer. Man setzt sich lieber mit einer Flasche Rotwein an die Elbe als auf dem Tanzflur zu schwitzen, wenn man nicht gleich die Stadt hinter sich lässt. Die offene Festival-Saison ist längst eröffnet und auch wir fordern nun die Launen des Himmels heraus. Am Freitag, den 17. Juli spielen wir um 23 Uhr beim Umsonst und Draussen Festival Dresden; wer hier einfach schließt, schließt auch schon richtig: es ist open air und der Eintritt ist frei. Die umtriebigen Jungs und Mädels vom Art Der Kultur werden auch dieses Jahr wieder auf dem Gelände Alter Panzerhof (Tannenstraße 01099, Dresden) eine Bühne stehen haben. Da stellen wir uns gern drauf.
Weiteres Lineup: ne:o, Pitchtuner, The Dots, fOSBURYfLOP, 20/20 Vision, Gantenbein, Goldener Anker und Flanschies
New Dots-Shirts: FASHION FOR THE DRESSED AND NAKED
Paris, Mailand, New York. The Dots präsentieren ihre T-Shirt-Kollektion.
Nach den aufsehenerregenden Haute Couture-Coups von T.P. Winninger vor zwei Jahren scheint unserer Designerschmiede nun der nächste große Wurf geglückt. Der Trend ist gesetzt, die Farbe der Saison Pink, der Flamingo das neue Wappentier des Indie-Rock. Wer sich mit unseren Federn schmücken will, der gelangt hier zum Ladentisch.
“Beste Band 2009: The Dots” …
… das meint zumindest die dresdner Studentenzeitschrift CAZ
. Wir bedanken uns!
THE DOTS sind Sieger des UNI AIR 2009
Kurz nach Mitternacht war des Wartens ein Ende. Jede der sieben angetretenen Bands hatte zuvor zwischen 18 und 21 Uhr jeweils knappe 20 Minuten Zeit bekommen, das Publikum von ihrem Wert zu überzeugen. Das reichte bei uns genau zu sechs Nummern. In den langen Stunden danach, bis zur Bekanntgabe des Siegers, schrumpfte der olympische Gedanke in unseren Köpfen auf ein Nichts zusammmen. Platzwetten wurden unter uns abgeschlossen. Die Band zerfiel in Defätisten und Jubelperser. Zunächst verkündete man Platz 3 - Keine Dots. Platz 2 – keine Dots. Zigarette, Schluck Bier. Alles oder nichts: nach einer sadistischen Pause endlich verkündete die Wettkampfleitung den Sieger des UNI AIR 2009. Der erste Platz ging an … THE DOTS! Die Jubelperser grinsten breit und leerten schallenden Gelächters ihre Magazine in den Nachthimmel.
Wir danken noch einmal allen, die uns mit guten Noten zum Klassenprimus gewählt haben!
Fotos: Toni Kretschmer newpic.eu
Flower Power Leipzig abgesagt
Leider müssen wir dem geneigten Auditorium in Leipzig mitteilen, dass die geplante Show am 30.04.2009 im dortigen Flower Power abgesagt ist. Da wir aber immer gerne bei unseren sächsischen Nachbarn zu Gast sind, hoffen wir auf einen baldigen Ausweichtermin!
Emergency

Während wir darauf warten, dass es Sommer wird und unsere Tour anfängt und darauf, uns endlich auf diversen Festival rumtreiben zu dürfen, haben wir nun noch mal einen Song aufgenommen: Emergency (.mp3). Es debütiert am Gesang Dr. Valentine.
Bild: zawtowers
The Dots im aktuellen Mr. Wong Spotlight und im Interview

Februar 2009: Mister Wong hat sich entschieden uns ins Spotlight zu nehmen, wo wir fast neben Indiana Jones stehen. Yeah! Ausserdem durften wir noch in ihrem BLOG Rede und Antwort stehen:
Ihr bezeichnet Euch explizit als eine “lebensbejahende” Band. Ist das heutzutage etwas Besonderes im Indie-Bereich? ;)
DR. VALENTINE (Gitarrist u. Songschreiber): “Lebensbejahung ist für mich persönlich einfach eine grundlegend Lebenseinstellung, unabhängig von den Höhen oder Tiefen, die man gerade durchlebt. Es geht um eine Art Genusshaltung: Man sollte den Moment genießen, aber sich nie von ihm abhängig machen. Es ist wohl ein Dekadenz-Phänomen, so ein heiteres Tanzen am Abgrund. Wie es da andere Bands halten, weiß ich im Einzelnen nicht. In jedem Fall ist der Pessimist bereits vor dem Eintreffen der Katastrophe mit schlechter Laune gestraft.
ART HUSTLE (Sänger):”Vielleicht ist die Sache auch weniger vertrackt: Unser Gemüt ist einfach zu heiterer Musik gestimmt!”
Welche Rolle spielt das Internet für Eure Karriere? Was hat sich für Musiker geändert im Vergleich zu früher?
ART HUSTLE:”Ich habe das Gefühl, Marketing im Musikbusiness läuft heute zum Großteil digital ab. Als Band kommt man an Web-2.0-Diensten und Social-Media-Plattformen wie z.B. Mister Wong, myspace, facebook oder youtube gar nicht mehr vorbei. Bands wie die Arctic Monkeys oder andere sind ja erst über ihre digitalen Demo-Tapes richtig bekannt geworden. Der Do-It-Yourself-Geist hat auf jeden Fall durch das Internet stark zugenommen. Die Leute mögen es, durch das Internet ein Teil des Ganzen zu sein, indem sie daran mitwirken können… Außerdem wird man schneller und meistens kostenlos informiert. Auch das Booking für Bands läuft fast ausschließlich per Internet bzw. Email. Es ist jedenfalls unkomplizierter geworden, an einen Auftritt in Paris oder London heranzukommen – und da sind wir dann erst beim eigentlichen Ort des Rock: der Bühne!”
DR. VALENTINE:”Ich sehe das alles kritischer, bin aber auch der altmodischste von allen. Das Internet hat wie jedes Medium seinen Segen und seinen Fluch. Es steigert zwar die Verbreitungsmöglichkeiten einer Information oder Idee, senkt aber deren Qualität. Was nicht heißt, dass es nicht noch Inseln des guten Geschmacks gibt, meist mit viel Aufwand und von Liebhabern betrieben.”
ART HUSTLE:”Genau, man hat es halt selbst in der Hand. Als Band muss man sich heute, fast wie ein Unternehmen, eine “corporate identity” oder ein “corporate design” zulegen und das konsequent durchziehen, auch im Internet. Nur so kann man auffallen und Interesse wecken. Natürlich muss diese “Band-Identität” auch mit den Werten und Vorstellungen der Band-Mitglieder übereinstimmen, keine Frage. Genau wie bei uns, denn wir sind ja alle lebensbejahende Indierocker!! ;)”
Ihr wurdet von der VW Soundfoundation gefördert – wie sieht so eine Förderung aus und wie kann man sich bewerben?
DR. VALENTINE:”Die Bewerbung ist eigentlich ganz einfach: Man braucht keine dicke Bewerbungsmappe und auch keinen Telefonterror: Einfach auf die Homepage der Volkswagen Sound-Foundation gehen, Name, Adresse und Email eingeben, abschicken. Fertig!”
ART HUSTLE:”Die Förderung von VW sieht so aus: Als „Talents“ bekommen wir Unterstützung in Form eines Tourbusses, der uns für einen längeren Zeitraum zur Verfügung gestellt wird. Außerdem dürfen wir zusammen mit unseren Paten Polarkreis 18 an einem professionellen Workshop der Pop-Akademie Baden-Württemberg teilnehmen und bekommen Support bei unserer Pressearbeit. Darüber freuen wir uns natürlich sehr und schauen gespannt in die Zukunft!”
Alle Lieblingswebseiten der Band gibt es hier.
WONG THE WEB!
THE DOTS spielen vor vollem Haus in der Groove Station
Freitag, der 20. Februar 23:50 Uhr betraten THE DOTS die Bühne. Dem wochenlangen Planen in der Dots-Schaltzentrale folgten endlich die ersehnten Genussmomente auf den Brettern, die die Nacht bedeuten.
Im Zeichen der allgegenwärtigen Flamingos, die auch dem Cover der anlassgebenden EP “FAKE MODERN LOVE SONGS” Charakter verleihen, füllte sich die Groove Station bis zu den hintersten Plätzen. Es gärte. Neben Klassikern brachten THE DOTS druckfrische Noten aus der eigenen Songschmiede zu Gehör, beerdigten ihren “Oldie” THE BOYS ARE ALRIGHT zum wiederholten Male und als letzte Zugabe debütierte Gitarrist Dr. Valentine am Gesang mit einem kneipengegerbten, swingenden Country-Song.
THE DOTS bedanken sich bei allen Gästen, it was a gas!
Fotos: Anna-Sophie Heinze
The Dots im Ostpol Dresden
Dresden war bereit für Dr. Carrot And The Rabbits. So kündeten zumindest die Plakate:
“Rabbit Rock – Carotin Shock!!! Freitag, 06.02.2009 – Ort: OSTPOL”.
Talentscouts hatten dicke, rote Striche in ihre Notizbücher gezeichnet. Die Verwunderung war groß, als im OSTPOL schließlich THE DOTS auf der Bühne standen. Was war passiert? Dr. Carrot hatte im Vorfeld noch einen letzten Pressetermin bei einem Kaninchenzüchterverein in Bannewitz zu leisten, von dem er nicht zurückkehrte. Dem Imperativ des Showbusiness folgend enterten The Dots daraufhin das spielfertige Podium und stimmten dabei das anwesende Publikum zünftig auf ihre Record Release Party am 20.02. in der Groovestation ein. Danke, Dr. Carrot!
Fotos: Anna-Sophie Heinze
THE DOTS als Talent der Volkswagen Soundfoundation
Musikhören und Autofahren zählen für den modernen Menschen zu den höchsten Freuden. Bei gleichzeitigem Genuss steigert sich sogar noch das Vergnügen. Nicht umwegig also, dass sich der Automobilhersteller Volkswagen mit seinem Förderprogramm Soundfoundation bereits seit 1997 um junge Musik aufstrebender Bands bemüht.
Unter den Bewerbern 2008 fanden sich auch The Dots. Dass wir nun als “Volkswagen Soundfoundation Talent” in den Genuss solcher Förderungen wie z.B. des VW-Tourbusses kommen, ehrt uns außerordentlich. Ein guter Jahresstart, ohne Frage. Roll on!
Link zur Soundfoundation
20.02.09: Record Release Party zur neuen Dots-EP FAKE MODERN LOVE SONGS

The Dots spielen am 20.Februar in der Groovestation. Sie haben sich für diese Bühne einen besonderen Anlass ausgesucht, nämlich stellen sie ihre 5Track-EP “Fake Modern Love Songs” vor, mit der sie, frisch befeuert, das Dots-Jahr 2009 einläuten. Einige mögen sich noch an die Record Release Party vor zwei Jahren in der Scheune erinnern, rund 300 Gäste feierten mit. Die DNN schrieb damals: “Tolle Platte, schöne Etikette, unterhaltsamer Abend.” Nun steht das neue Werk zur Vorführung bereit. Geblieben ist der typische Dots-Sound: treibender Indierock mit berückenden Pop-Momenten und hinreißenden Refrains.
Mit dabei: die Shandy Mandies aus Leipzig (Stilbewusster Sixties-Rock zwischen Byrds und Velvet Underground). Beginn: 21:00. AK: 5€
THE DOTS – FAKE MODERN LOVE SONGS
Es gibt Platten, die Bestimmungsorte sind, Platten, die vertraute Linien aufnehmen aber dennoch nach vorn weisen. Die jüngst veröffentlichte EP der dresdner Band The Dots, “Fake Modern Love Songs”, steht in eben diesem Spannungsfeld.
Da ist zum einen wieder der typische Dots-Sound: treibende Rhythmen, berückende Pop-Momente und hinreißende Refrains. Doch gibt es inzwischen komplexere Songstrukturen als noch auf ihrem Debüt-Album Fashion For The Dressed And Naked (2007) zu entdecken. Man hat sich mehr Zeit genommen, hieß doch die alte Devise, dass in 2 1/2 Minuten alles gesagt sein sollte, auch ist das Moll-Akkord-Tabu längst gefallen. Die fünf Songs des neuen Tonträgers bilden somit einen spannenden aktuellen Werk-Querschnitt der Band. Vielfältig, ohne beliebig zu wirken. “It Doesnt Matter” eröffnet mit sattem Groove und glänzt mit swingendem Piano im Finale. “Devil Into Pope” brandet über wuchtige Riffs, “Been A Time” ist fast schon Punk und “Maria” wiederum melodieverliebter Folk-Rock. Im Herzen der Platte findet sich mit Simple Thing gar ein bedrohlich pulsendes Drama, das Clint Eastwood zum finalen Duell begleiten könnte.
Doch man begegnet dem Unausweichlichen mit Gelassenheit. Wie ein Schleier liegen die kühlen Schwarz-Weiß-Töne des Film Noir über den inneren Gluten. Lakonisch wird kommentiert, wenn man verliert, was man nie besaß. Wenn man feststellt, dass Zweifel und Glaube zwei Seiten einer falsch geprägten Münze sind. Dass eine Tragödie Reinheit und Schönheit besitzt, auch wenn sie in der schäbigsten Bar am dunklen Ende einer Straße endet. Dass zwei Wege sich trennen, nicht, weil die Wahrheit verraten wurde, sondern das Lügen an Sorgfalt einbüßte. Aber überall schwingt die Gewissheit mit, dass der Schwung des Niedergangs über die Talsohle hinausträgt. Die beste aller Welten? Sicher nicht, aber dem Untergang bleibt weiterhin nichts abzugewinnen.
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