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IN EIGENER SACHE

Der letzte Akkord ist längst verklungen, es bleibt uns noch zu sagen: Been a time. The Dots wird es nicht mehr geben.

Wir wollen an dieser Stelle die Gelegenheit wahrnehmen, unseren Frauen und Liebhaberinnen dafür zu danken, dass sie es so lange neben einem so zähen Nebenbuhler wie dem Rock ‘n’ Roll ausgehalten haben. Wir danken all den rostigen Särgen auf vier Rädern, die uns immer treu von Konzert zu Konzert übers Land getragen haben. Wir danken CCR für die passende Musik dazu. Den Brauereien für den richtigen Sprit. Der Ölindustrie für den schlechten Kaffee an allen Tankstellen. Dank geht an die Dame, die den vom Bühnenrand entwendeten Schellenring immer noch nicht zurück gebracht hat. Die 90er wollen sich bei unserem Gästebuch bedanken. Wir danken allen Tontechnikern dafür, dass sie unseren Organisten Keyboarder gerufen haben. Wir danken denen, die im Hochsommer unseren Konzerten fernblieben, weil sie lieber Rotwein an der Elbe trinken wollten. Wir danken Isabels elegantem Hüftschwung in der ersten Reihe. Wir danken dem Hebeda’s-Automaten. Mutti am Bass. Den Metal-Zombies aus Emden. Der Stalkerin, die uns nach der Coloradio-Sendung an ihrer expliziten Krankenakte Anteil nehmen ließ. Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick and Tich. Wir danken Frau Kröwing für ihren Wachdienst am Studio. Wir danken Holland für den lausigsten Schlafplatz auf Tour. Wir danken der Tagesroute Paris-Kassel für’s Enden. Wir danken dem Mann mit dem Hut. Dem Break Even für spannende Duelle mit unserer Reisekasse. Wir danken dem Merch-Koffer für’s immer wieder zu uns zurückfinden. Wir danken dem Nazi aus Görlitz, der einen Dots-Button kaufte, bevor er sich trollte, den Saal mit dem Hitlergruß zu beschallen. Wir danken dem Indianer aus Süddeutschland, der uns mit “spirituell-revolutionärer” Musik ganz groß rausbringen wollte. Wir danken den Chookers. Dem Zeithain Prison Blues. Wir danken Simon “Button Eye Joe” Senator für herausfordernd moralisches Feingefühl. Wir danken all jenen Veranstaltern – sie lassen sich an einer Hand ET’s abzählen – die uns backstage mit ausreichend geistigen Getränken zu versorgen wussten. Allen leidlich beheizten Proberäumen. Leslie Mandoki für sein horizontales Künstlerethos. Wir danken für das Abfrühstücken am Ende des Tages. Wir danken dem Vogel der Nacht.

Wie sagte einst ein junger Mann von vielerlei verschwendeten Talenten: Rock ‘n’ Roll ist kein Lehnstuhl!

The boys are alright. Now it’s your shot.
THE DOTS

2 Comments, Comment or Ping

  1. Oh Mann, da macht der Feedreader mal Urlaub und dann das! Ich finde diese Meldung äußerst schade, aber das Leben geht weiter. Und die Erinnerung an das Ende in Kassel wird immer im Gedächtnis bleiben (außer ihr plädiert auf Löschen). Was bleibt mir, außer für die tolle Musik zu danken und das schöne Konzert im K19? Ich wünsche euch allen alles Gute und keep rockin’!